Top-Importe April

Wie jeden Monat präsentieren wir Ihnen die Top 5 Fisch-Importe sponsored by Aquarium Glaser!

Platz 1 – Oskar – Wildfänge aus Brasilien

Wieder einmal konnten wir vier wundervolle, große Exemplare (18-25 cm) des Oskars aus Brasilien importieren. Die wissenschaftliche Beurteilung der verschiedenen Arten innerhalb der Gattung Astronotus ist sehr unterschiedlich, die meisten Wissenschaftler akzeptieren nur zwei Arten, nämlich A. ocellatus und A. crassipinnis. Andere glauben, dass es sehr viel mehr Arten gibt und die Gattung dringend einer wissenschaftlichen Revision unterzogen werden müsste. Wir denken, dass unsere vier aktuell importierten Fische zu drei verschiedenen Arten gehören und benutzen darum hier keine wissenschaftlichen Artnamen.

Ein herrliches Pärchen erhielten wir aus dem Bundesstaat Pará. Das Männchen zeigt einen sehr hohen Rotanteil in der Färbung, bei dem Weibchen beschränkt sich die Rotfärbung weitgehend auf den Bereich des Kiemendeckels. Wir sind sicher, dass derart gefärbte Fische bei der Entwicklung der Zuchtform „Roter Tigeroskar“ beteiligt waren.

Zwei weitere Fische erhielten wir aus dem Rio Tapajós. Dabei handelt es sich wahrscheinlich eher um zwei Arten, oder die Geschlechtsunterschiede sind bei dieser Oskar-Form extrem. Das eine Exemplar ist sehr schlank und hat eine interessante gelbe Grundfarbe, das andere Tier erinnert mit seiner unglaublichen senkrechten Streifenzeichnung stark an den „Zebra“, den wir im vergangenen Jahr importieren konnten (siehe http://www.aquariumglaser.de/de/groe-zebra-oskar-wildfnge-eingetroffen_de_1607.html), allerdings sind die Glanzpunkte bei dem Neuimport eher Rot und das Tier hat sehr viele schwarze Sprenkel im Gesicht.


Platz 2 – Melanotaenia rubrostriata „Dekai Village“

Die Ortschaft Dekai liegt in West Papua (früher: Irian Jaya) im Regierungsbezirk Yahukimo und scheint ein wahrer Hotspot für wunderschöne Regenbogenfische zu sein, denn viele Arten und Populationen wurden in den letzten Jahren von dort mitgebracht. So auch diese Form von Melanotaenia rubrostriata. Ob man diese Art nun tatsächlich M. rubrostriata (Ramsay & Ogilby, 1886) zuordnet oder als Unterart zu M. splendida, als M. splendida rubrostriata betrachtet macht im aquaristischen Sinne kaum einen Unterschied.

Wichtig ist, dass durch häufige Wasserwechsel das Wasser immer sehr sauber sein muss. Hält man sie dazu bei Temperaturen zwischen 24 und 28°C in mittelhartem Wasser um den Neutralpunkt, so schreiten sie problemlos zu Nachzucht, sofern man feinfiedrigen Pflanzen (oder vergleichbare Substrate) zur Verfügung stellt, in die sie ihre Eiere ablegen können.

Bei der Zucht ist es wichtig die Art nicht mit anderen Regenbogenfischen – vor allen Dingen anderen Melanotaenia-Arten – zu vergesellschaften, da es dann zu Kreuzungen kommen wird.


Platz 3 – Uca vocans

Winkerkrabben sind stets etwas Besonderes. Sie leben an der Grenze zwischen Land und Wasser. Bei Flut verbergen sie sich in Sandlöchern, bei Ebbe kommen sie hervor und fressen Nahrungspartikel, die das zurückweichende Wasser hinterließ.

Die Männchen imponieren den Weibchen mit einer riesenhaften Schere, mit der sie auch Konkurrenten Respekt einflößen. Es gibt innerhalb einer Art Männchen, deren linke Schere vergrößert ist und solche, bei denen die rechte Schere zum Statussymbol wurde.
Aus Thailand haben wir jetzt einige Männchen der schönen Art Uca vocans erhalten, deren Scheren auch dem menschlichen Betrachter Respekt abverlangen!


Platz 4 – Ein schöner Schwertträger

Es müssen nicht immer ausgefallene Wildfänge sein. Auch viele Zuchtformen sind hochinteressante Pflegeobjekte im Aquarium, die nicht nur attraktiv aussehen, sondern auch dem fortgeschrittenen Aquarianer viel zu bieten haben.

Die Zuchtform „Ananas“ oder – englisch, aber mit gleicher Wortbedeutung – Pineapple des Schwertträgers (Xiphophorus hellerii) hat ihre Farben dem Platy (Xiphophorus maculatus) zu verdanken. In der Natur kreuzen sich die beiden Arten nicht, aber im Aquarium kann man mit einigen Tricks zu Hybriden kommen. Kreuzt man die Hybriden auf die Elternart zurück, so erhält man artreine Fische mit den Farben der anderen Art.


Platz 5 – Rhinogobius duospilus (= R. wui)

Grundeln werden immer beliebter. Ein echter Klassiker ist die Weißwangengrundel aus China, die früher unter den Namen Rhinogobius wui bekannt war. Dieser Name gilt heutzutage aber als Synonym zu R. duospilus. Diese kleine Grundel wird nur etwa 4 cm lang. Es handelt sich um Bewohner von Bächen, Salzzusätze brauchen sie nicht. Die Männchen buddeln Höhlen unter Steinen, wo abgelaicht wird. Die Aufzucht der relativ großen Jungtiere gelingt vergleichsweise leicht. Aufgrund ihrer Herkunft (südliches China) kann man die Tiere gut ohne Heizung pflegen, die Temperatur kann zwischen 16 und 26°C liegen.


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