Erfolgreiche Zucht der Köhlerschildkröte

Die Köhlerschildkröte (Chelonoidis carbonarius, früher C. carbonaria, Testudo carbonaria oder Geochelone carbonaria) gehört zu den schönsten Arten der Landschildkröten. Sie ist in Südamerika weit verbreitet und entsprechend des großen Verbreitungsgebietes gibt es viele verschiedene Lokalvarianten. Diese unterscheiden sich bezüglich Details in der Färbung und durch die erreichbare Endgröße.

Junge Köhlerschildkröte aus Surinam

Letzteres ist bei der Pflege in Mitteleuropa besonders wichtig, da unter unseren klimatischen Bedingungen eine ganzjährige Freilandhaltung unmöglich ist. Große Tiere brauchen aber viel Platz. Die größte bislang gefundene Köhlerschildkröte hatte eine Panzerlänge von 59 cm! Allerdings werden Tiere aus den Guyana-Ländern bei weitem nicht so groß und sind erwachsen durchschnittlich nur 30-35 cm lang, 40 cm werden nur ausnahmsweise einmal erreicht. Männchen werden größer als die Weibchen. Köhlerschildkröten wurden vom Menschen auf mehreren karibischen Inseln künstlich eingeführt und obwohl dort andere klimatische Bedingungen herrschen, erweisen sich Köhlerschildkröten als sehr anpassungsfähig, sie sind sehr stressunempfindlich, gewöhnen sich sehr gut auch an den Menschen und werden sehr zahm! Dies macht sie zum idealen und wunderschönen Pflegling.

Ausgewachsenes Pärchen der Cherry-Head Variante der Köhlerschildkröte. Das linke Tier (Weibchen) ist marmoriert (Variante Marbled). Photo: Christoph Fritz, www.reptilia24.com

Trotz ihres riesigen Verbreitungsgebietes sind die Bestände der Köhlerschildkröte zumindest lokal rückläufig. Wie immer ist die Zerstörung der Umwelt Gefährdungsfaktor Nummer 1, aber auch die Verwendung als Speiseschildkröte – nicht nur in Südamerika, sondern auch in China! – lässt die Bestände schrumpfen. Der internationale Lebendhandel zum Zwecke der Pflege ist über das Washingtoner Artenschutzabkommen hingegen gut geregelt und scheint auf die Bestände keinen nennenswerten Einfluss zu haben. Es ist trotzdem wichtig, dass Techniken zur erfolgreichen Zucht entwickelt werden, denn zum einen kann jederzeit ein Exportstopp erfolgen und dann sind wir auf Nachzuchten angewiesen. Und zum anderen erfolgen Exporte ohnehin nur aus einem im Vergleich zum Gesamt-Verbreitungsgebiet winzigen Areal. Es kann sehr schnell geschehen, dass ein Erhaltungszuchtprogramm als einziger Weg zur Rettung bestimmter Populationen vor dem Aussterben notwendig wird. Dann ist es zum Experimentieren zu spät, es müssen dann bereits ausgereifte Techniken existieren, wie man diese wunderschöne Schildkröte züchtet. So genannte “Tierschützer” übersehen in ihrer Generalkritik am Tierhandel und der Tierhaltung immer wieder, dass praktisch alle Erkenntnisse über die spezielle Biologie von Kleintieren von privaten Tierhaltern gesammelt wurden! Im Folgenden will ich die unabdingbaren Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zucht der Köhlerschildkröte in Mitteleuropa schildern, wie sie Christoph Fritz (www.reptilia24.com) über viele Jahre entwickelt, ausgefeilt und an mich weitergegeben hat.

Zwei Babies aus Surinam

Die Unterbringung
Das Gutachten zu den Mindestanforderungen für die Haltung von Reptilien fordert eine Bodenfläche von 8 x 4 mal der Bauchpanzerlänge der Köhlerschildkröte als Mindestmaß für die optimale dauerhafte Haltung. Dieses Gutachten ist zwar kein Gesetz, wird aber praktisch ausnahmslos herangezogen, wenn staatliche Stellen eine Tierhaltung beurteilen. Eine 40 cm lange Köhlerschildkröte benötigt demnach auf die Dauer ein Terrarium von 320 x 160 cm Bodenfläche, die Höhe ist nebensächlich. Christoph pflegte seine Tiere zunächst im Terrarium, dann in einem speziell für sie ausgebauten Zimmer, doch empfindet er erst die jetzt praktizierte Pflege in einem geheizten Gewächshaus als für alle Beteiligten optimal befriedigend. Sein Gewächshaus hat eine Grundfläche von 21 m2 (7 x 3 m) mit angrenzender Freilandanlage von ca. 60 m2. Das Gewächshaus ist mit 16mm Stegdreifachplatten verglast. Die Front ist mit 15 mm Isolierglas versehen, um die Tiere besser beobachten zu können. Die Heizung besteht aus zwei Heizkörpern und einer Fußbodenheizung, die an die zentrale Ölheizung seines Wohnhauses angeschlossen sind. Zur Isolierung ist das spezielle Heizungsrohr in 80 cm Tiefe vom Haus ab verlegt. Somit sind die dauerhaft nötigen hohen Temperaturen zu erreichen. Eine Beregnungsanlage dient zur Nachahmung von Regenschauern. Manche Tiere genießen an heißen Tagen diese Dusche, andere kommen erst nach dem Regen hervor. Mehrere Pflanzkübel und eine große Holzkiste dienen den Tieren als Ruhe- und Versteckplätze. Der Bodengrund besteht aus Rindenmulch und Sand. Eine größere, erhöhte Eiablagestelle wurde aufgeschüttet; sie besteht aus einem Torf -Sand -Humusgemisch. Das Freigehege ist mit Gras, Wiesenkräutern und einigen Büschen bewachsen. Die Temperaturen betragen nachts ca. 25°C und tagsüber bis zu 45°C. Durch automatische Fensteröffner und den Ausgang sinkt die hohe Temperatur im Mittel auf ca. 35°C. Dies kommt den natürlichen Bedingungen recht nahe (Vinke & Vinke, 2000). Die Tiere sind während großer Hitze im Gewächshaus inaktiv. Die Hauptaktivität der Tiere ist morgens und nachmittags, dann gehen die Schildkröten gerne auf Futtersuche oder sie schreiten zur Paarung.

Dieses Tier stammt aus Guyana

Köhlerschildkröten in Guyana
In den Guyana -Ländern lebt die Köhlerschildkröte in tropischen Trockengrassavannen, die an Regenwaldgebiete angrenzen. Laut Thomas und Sabine VINKE (2000) besteht die Hauptvegetation in diesen Biotopen aus Sauergräsern (Cyperus und verwandte Gattungen); auf erhöhten Flächen stehen Schlingpflanzen und flachwachsende Büsche, welche die Tiere gerne als Versteck während der Nacht bzw. der großen Mittagshitze aufsuchen. Gewässer, an denen die Tiere ihren Wasserhaushalt regulieren, sind nur temporär vorhanden (Regenpfützen u.ä.). In den angrenzenden Regenwäldern werden nur wenige Exemplare von Chelonoidis carbonarius gefunden. Ausgeprägte jahreszeitliche Schwankungen des Klimas fehlen. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 26 – 36°C und nachts zwischen 25 – 29°C. Die Luftfeuchtigkeit ist dauerhaft hoch und beträgt zwischen 80 und 100%. In der Natur ruhen die Tiere bei großer Hitze. Aktiv sind sie in den frühen Morgen- und Abendstunden, was sich mit den Beobachtungen bei der Gewächshaushaltung deckt.

Köhlerschildkröten sind Allesfresser und somit scheinbar leicht zu ernähren

Unendlich wichtig: das richtige Futter!
Zwar ist die Unterbringung der Tiere ein wichtiger Faktor, doch führen hier viele Wege nach Rom. Findige Terrarianer können sicher auch ohne Gewächshaus optimale Bedingungen für die Schildkröten schaffen und auch ein gut eingerichtetes Terrarium ist zur Pflege und Zucht von Köhlerschildkröten geeignet. Wirklich entscheidend für die erfolgreiche Zucht ist die richtige Ernährung der Tiere!

In den Monaten April bis Oktober werden von Christoph in der Hauptsache Wildkräuter wie z.B. Löwenzahn, Spitz – und Breitwegerich, Klee, Disteln, Brennessel, Ackerwinde und Gräser gefüttert. Je nach Saison bekommen seine Tiere zusätzlich verschiedene Salate, Kohl, Blätter von Sträuchern, Zucchini und Paprika aus eigenem Anbau. Im Sommer und Herbst gibt es etwas Fallobst als Leckerbissen. Übermäßige Obstfütterung ist jedoch aufgrund des hohen Zuckergehaltes sehr ungünstig für die Darmflora der Schildkröten, sie führt oft zu Durchfall. Gras spielt eine besondere Rolle in der Ernährung von Köhlerschildkröten. Es ist sehr rohfaserhaltig und wird von seinen Tieren gerne gefressen. Viele Halter berichten aber, dass ihre Köhlerschildkröten Gras nicht fressen würden. Meiner Meinung nach liegt dies am gesamten Fütterungsplan, denn durch übermäßiges Obstangebot (in den Savannen stehen keine Obstbäume!) sind die Tiere verwöhnt und verschmähen nun die Gräser, die viel eher ihrer natürlichen Nahrung entsprechen würden. Im Sommer werden den Tieren von Christoph einmal wöchentlich zusätzlich eingeweichte Heupellets der Firma Agrobs gereicht. Im Winter bekommen sie 3 – 4 mal wöchentlich Heupellets. Interessant ist, dass Tiere, die er von anderen Haltern übernommen hat, die Heupellets erst nach längerer Eingewöhnungszeit zu sich nahmen, während „frische” Wildfänge sie sofort fraßen. Dies lässt Rückschlüsse auf das natürliche Futterangebot zu, das sicher einen hohen Anteil an Gras enthält. Endiviensalat, Romanasalat, Kohl, feingeriebene Möhren und Zuchtlöwenzahn runden den ausgewogenen Speiseplan in der kalten Jahreszeit ab. Drei bis viermal pro Monat werden in den Wintermonaten auch Paprika, Pilze oder Zitrusfrüchte zugefüttert. Ganzjährig werden den Tieren etwa alle 4 Wochen Süßwasserfische (Rotaugen oder Stinte) oder Wasserschildkrötenpellets zur Versorgung mit tierischem Eiweiß angeboten. Dies ist bei Köhlerschildkröten, anders als bei vielen anderen Landschildkrötenarten, notwendig. Die Tiere verschlingen hastig die Fische mit Kopf und Gräten. Auf die Zugabe von synthetischen Vitaminpräparaten verzichtet Christoph vollkommen, da er Hypervitaminosen befürchtet. Sepiaschale und zerstoßene Schalen von Hühnereiern stehen ständig zu Verfügung, somit können die Tiere ihren Kalkbedarf selbst regulieren. Vor allem die Weibchen von Chelonoidis carbonarius bevorzugen die Eierschalen gegenüber der sonst bei anderen Landschildkröten so beliebten Sepiaschale.

Die Geschlechter sind bei der Köhlerschildkröte leicht zu unterscheiden, hier noch einmal die zwei Cherry-Heads von oben. Das Männchen (rechts) hat einen deutlich konkaven Bauchpanzer.

Paarung und Eiablage
Bei Köhlerschildkröten finden das ganze Jahr über Paarungen statt, besonders häufig aber in den Monaten Mai bis August, wenn die Tiere im Freiland leben. Die männlichen Tiere nähern sich den Weibchen und bewegen dabei den Kopf seitlich hin und her (Kopfwackeln). Danach reitet das Männchen auf und wenn das Weibchen zur Paarung bereit ist, stemmt es die Hinterbeine hoch: die Voraussetzung für eine erfolgreiche Kopulation. Bei Desinteresse läuft die weibliche Schildkröte weiter, frisst oder sucht einen Ruheplatz auf. Rammstöße und Bisse, wie z.B. bei europäischen Landschildkröten, kommen nicht vor. Köhlerschildkröten, sogar ausgewachsene Männchen, sind untereinander absolut verträglich. Die Hauptsaison für die Eiablage liegt im natürlichen Verbreitungsgebiet etwa zwischen Oktober und März, in Gefangenschaft kann es durchaus zu Verschiebungen des natürlichen Rhythmus kommen. Eiablagen erfolgen dadurch bei Christoph das ganze Jahr über, wobei der Schwerpunkt bis zum Jahr 2001 wie in der Natur in die Wintermonate fiel. Durch die Gewächshaushaltung hat die Brutzeit ca. 8 Wochen früher begonnen, was wohl auf die veränderten Klimaverhältnisse zurückführen ist. In dem Kellerraum, in dem er die Köhlerschildkröten zuvor pflegte, wurden die ca. 20 cm hoch auf geschütteten Ablageplätze aus Rindenhumus -Torf -Sandgemisch gut angenommen. Seit Beginn der Gewächshaushaltung wurden die Eier jedoch entweder hier oder im Freiland vergraben, die angebotenen Bruthügel aber nicht mehr angenommen. Der Eiablage gehen manchmal Probegrabungen voraus. Einige Tage vorher werden die Weibchen nervös und suchen nach einer geeigneten Stelle. Trotzdem kann es sein, das die Tiere direkt vom Futternapf zur Eiablage schreiten.

In der Regel heben die Weibchen eine flache 5- 15 cm tiefe Grube für die Eiablage aus. Die Eizahl schwankt zwischen 3 und 10 Eiern, meist sind es 5- 6 Eier je Gelege. Meistens werden die Nistgruben am späten Nachmittag oder am Abend angelegt. Diese Prozedur dauert mehrere Stunden. Vor und nach der Eiablage trinken die Tiere ausgiebig. Nach Beendigung der Eiablage werden die Eier von Christoph ausgegraben und in einen Inkubator überführt.

Paarung von Köhlerschildkröten aus Surinam im Terrarium. Diese Exemplare sind etwa 30 cm lang (die Klinkersteine im Hintergrund haben 25 cm). Nur sehr selten erreichen sie einmal 40 cm Panzerlänge.

Inkubation und Schlupf
Zunächst inkubierte Christoph die Eier in Vermiculite bei konstant 29°C und nahezu 100% Luftfeuchte. Unter diesen Bedingungen entwickelte sich kein einziges Ei! Alle folgenden Eier wurden und werden in ein leicht feuchtes Humuserde -Torf -Sand –Gemisch vollständig eingegraben. Zusätzlich wird die Erde mit Moos abgedeckt. Die mit Erde gefüllte Plastikschale wurde anfangs in eine größere Plastikwanne mit Wasser gestellt. Das Wasser wurde mit einen Regelheizer auf 28 -33°C erwärmt. Die Plastikwanne wurde zu 3/4 abgedeckt und stand zunächst in dem Raum, in dem die Schildkröten lebten. Nach der Übersiedlung der Tiere in das Gewächshaus kamen die Schalen dann wieder in den Inkubator. Etwa ab dem 115.Tag wurde das Substrat etwas feuchter gehalten. Der Schlupf deutet sich durch Risse im Ei an. Nach 120 -145 Tagen schlüpfen die jungen Köhlerschildkröten. Manche haben noch einen recht großen Dottersack und bleiben noch einige Tage im Ei, bis dieser vollständig aufgezehrt ist. Einige Jungtiere starben ohne erkennbaren Grund kurz vor dem Schlupf ab. Dieses Phänomen ist auch bei anderen Züchtern bekannt und weit verbreitet, die meisten Halter führen dies auf falsche Inkubationsmethoden zurück. Doch nach der Fütterungsumstellung und Zugabe von Heupellets verbesserten sich die Schlupfergebnisse bei Christoph erheblich. Seiner Meinung nach hängt die Schlupffähigkeit sehr stark von der Konstitution der Elterntiere ab, die wiederum großteils von den Fütterungs- und Haltungsbedingungen beeinflusst wird. Die Anzahl der abgestorbenen Jungtiere reduzierte sich bei ihm nach der Fütterungsumstellung drastisch. Eine zeitweise Trennung der Geschlechter während der Eiablagesaison scheint sich zusätzlich positiv auszuwirken, weitere Untersuchungen sind hier aber nötig. Köhlerschildkröten sind durchaus produktiv. In etwas über drei Jahren sind bei Christoph 71 Jungtiere von vier Weibchen geschlüpft. Bei den gewählten Bruttemperaturen schlüpfen sowohl Männchen als auch Weibchen.

Eine weitere Varietät der Köhlerschildkröte (Herkunft unbekannt).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Köhlerschildkröte nicht nur ein wunderschöner, sondern auch gut halt- und züchtbarer Pflegling ist. Entscheidend für die erfolgreiche Zucht und Erbrütung der Jungtiere ist die richtige Ernährung der Muttertiere – ein häufig völlig unterschätzter Faktor!

Frank Schäfer

Literatur:
Vinke, S. & T. (1996): Köhlerschildkröte – Pflege und Zucht von Chelonoidis carbonaria. Das Aquarium 30 (10): 44–47.
Vinke, S. & T. (2000): Optimierung der Haltung und Zucht der Köhlerschildkröte Geochelone carbonaria (Spix, 1824) aus der Guayana-Region. Salamandra 36 (4): 233–246.




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Über den Autor Frank Schäfer

Frank Schäfer, geboren 1964, Biologe, seit frühester Jugend Tier- und Pflanzenhalter aus Leidenschaft. Sein besonderes Interesse gilt seit jeher den Fischen, aber Reptilien, Amphibien, Wirbellose, Kleinsäuger und Vögel sowie eine Vielzahl von Pflanzen begeistern ihn ebenso.

Seit 1980 Mitglied im Verein für Aquarien- und Terrarienkunde Hottonia e.V., dort seit 1982 auch immer wieder Vorstandsämter (Gartenwart, Redakteur der Vereinszeitschrift, 1. Schriftführer), seit 1982 Mitglied in der Internationalen Gemeinschaft für Labyrinthfische (IGL), seit 1992 auch im European Anabantoid Club (EAC). Erste Fachartikel über Pflege und Zucht von Puntius vittatus, Macropodus opercularis, Trionyx ferox und Polypterus senegalus in der Hottonia-Post 1981; erste große Fischfangreise in die Tropen 1983 nach Sumatra, worüber anschließend zahlreiche Aufsätze in der Hottonia-Post, der Zeitschrift „Der Makropode“ und „Das Aquarium“ erschienen; von da an regelmäßig Publikationen in vielen aquaristischen Fachzeitschriften, sowohl national wie auch international. Seither außerdem jährlich mehrere Dia-Vorträge auf nationalen und internationalen Tagungen.

Studium der Biologie in Darmstadt von 1984-1989, Abschluss als Diplom-Biologe mit den Prüfungsfächern Zoologie, Botanik, Ökologie und Psychologie. Diplomarbeit bei Prof. Ragnar Kinzelbach zum Thema „Wirtspezifität der Glochidien von Anodonta anatina“.

Zahlreiche Fang-, Sammel- und Studienreisen in das europäische Ausland, die Türkei, Sambia und vor allem Indien; Forschungsschwerpunkt ist die Süßwasserfischfauna des Ganges mit dem Ziel einer kompletten Revision der Arbeit von Francis Hamilton (1822): An account of the fishes found in the river Ganges and its branches. Edinburgh & London. Wissenschaftliche Erstbeschreibung von Oreichthys crenuchoides und gemeinsam mit Ulrich Schliewen von Polypterus mokelembembe. Wissenschaftliche Besuche und kurzzeitige Arbeiten in den zoologischen Sammlungen von London, Paris, Brüssel, Tervueren, Wien, Berlin, Frankfurt und München.

Seit 1996 bis heute Redakteur bei Aqualog und wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Fischbestimmung bei Aquarium Glaser, Rodgau. In dieser Zeit verantwortlich als Autor oder Co-Autor von über 20 Büchern und über 400 größeren Fachartikeln, nicht nur bei Aqualog, sondern bei nahezu allen deutschsprachigen Fachverlagen, vereinzelt auch in internationalen Publikationen. Seit 2009 Betreuung der Homepage und des Newsletters bei Aquarium Glaser mit 3-5 Posts pro Woche. Nach wie vor leidenschaftlicher Tier- und Pflanzenpfleger, quer durch den Gemüsegarten: Aquaristik (Süß- und Seewasser), Terraristik, Teichpflege, Kleinvögel.

Frank Schäfer ist verheiratet und hat zwei Töchter, die 1989 und 1991 geboren wurden.

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Ein Kommentar zu “Erfolgreiche Zucht der Köhlerschildkröte

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