Schlammtaucher und Grashüpfer – die Killifische der Neuen Welt sind außergewöhn­liche Tiere und bestechen durch ihre Farbenpracht

Viele Aquarianer glauben leider immer noch, Killifische oder Eierlegende Zahnkarpfen könnten nur von Spezialisten gepflegt werden. Das ist Unsinn. Nur eine Einschränkung gibt es für die Killipflege: Sie sollten möglichst im Artenaquarium gepflegt werden, das dafür aber auch nicht sehr groß sein muß.

Austrolebias nigripinnis

Diese Fächerfische sind typische Saisonfische, die in ihrer Heimat in periodisch austrocknenden Gewässern vor­kom­men. Nur die Eier überleben, von ihren Eltern tief in den Schlamm des Gewässerbodens gelegt, um beim näch­s­ten Regen auszuschlüpfen. Aber auch hierbei hat Mutter Natur noch eine Portion Sicherheit mitgegeben: da es ja sein könnte, dass die Regenperiode nicht genug Nieder­schlag bringt, damit die Fische auch groß werden und selbst Eier legen können, schlüpfen beim ersten Regen noch nicht alle Eier aus. Manche können bis zu 2 Jahren warten!

Laimosemion agilae (früher: Rivulus agilae)

Die Bachlinge der früheren Sammel-Gattung Rivulus haben in der Natur eine höhere Lebenserwartung als ihre Vettern in der Pampa. Sie haben interessanterweise die für Fische ungewöhnliche Neigung, das Wohngewässer zu verlassen. Manche Arten halten sich am allerliebsten im feuchten Gras auf und viele reisende Aquarianer berichten, daß sie dort, wo sie Rivulus fingen, keinerlei offene Wasserfläche zu finden war. Im Aquarium liegen diese Tiere gerne auf Schwimmpflanzenblättern. Ein Rivulus-Aquarium muß darum immer perfekt abgedeckt sein!

Über den Autor Aqualog Redaktion

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