Süßwasser

Der „Minihai“ hat einen neuen, alten Namen: Ariopsis simonsi

Seit Jahrzehnten erfreut sich ein eleganter, silberglänzender Fisch großer Beliebtheit im Zoofachhandel. Der Populärname „Minihai“ hat sich unausrottbar eingebürgert. Dabei ist dieser Fisch weder Mini noch Hai. Mit einer Maximallänge von gut 30 cm gehört er eher zur Bullenklasse und erreicht die Obergrenze der Größe von Fischen, die man gewöhnlich noch im Aquarium pflegt…


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Nilbuntbarsche als Medizin!

Als Aquarianer und Ökologe hat man zum Nilbuntbarsch (Oreochromis niloticus) ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits sind die anpassungsfähigen und raschwüchsigen Maulbrüter ein Segen für die Menschen in Proteinmangelgebieten, denn die Fische können sich zur Not vegetarisch ernähren. Da sie ferner keinerlei Ansprüche an die Wasserzusammensetzung stellen, sogar mit Brackwasser kommen sie aus, und hohe organische Belastung tolerieren, kann man mit ihrer Aquakultur…


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Kurz vorgestellt: Barilius vagra

Bärblinge der Gattung Barilius sind in der indischen Region ökologisch am besten mit Forellen zu vergleichen, die dort natürlicherweise nicht vorkommen. Barilius leben also am liebsten in klaren Gewässern mit kiesigem Grund und einer gewissen Strömung. Sie sind meist in lockeren Trupps zu beobachten, wirkliche Schwarmfische sind es nicht. Untereinander „spielen“ diese Tiere gern, jagen sich also über kurze Distanzen, ohne sich aber Schaden zuzufügen. Es sind kleine Raubfische, die am liebsten Insekten fressen, die auf…


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Gambusia holbrooki: der Fisch, der den Panama-Kanal baute

Der Panama-Kanal ist eine wichtige Wasserstraße, er verbindet den Pazifik mit dem Atlantik und erspart den Schiffen die gefährliche Fahrt um das legendäre, sturmumtoste Kap Horn. Als man 1880 mit dem Bau begann, war man zuversichtlich, den Kanal in wenigen Jahren fertigstellen zu können, doch erst kürzlich war der Bau des Suez-Kanals gelungen. Doch die fieberverseuchte Sumpflandschaft forderte einen unglaublichen Blutzoll unter den Arbeitern. Zwischen 1881 und 1889 starben 22.000 Arbeiter an Malaria und Gelbfieber, das entspricht 7-8 Menschen am Tag! Man kannte die Erreger beider Seuchen noch nicht und auch ihre Übertragung – nämlich durch Stechmücken – war nicht bekannt. Das wurde erst in etwa zeitgleich erforscht, der Entdecker des Malariaerregers, Charles Louis Alphonse Laveran (18. Juni 1845 – 18. Mai 1922) erhielt 1907 dafür den…


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Glücklicherweise nicht ausgestorben: Trigonostigma somphongsi

Der Siamesische Zwergbärbling (Trigonostigma somphongsi, früher Rasbora somphongsi) wurde 1958 von Hermann Meinken anhand von Tieren beschrieben, die Ende 1957 aus Thailand für den Zierfischhandel importiert wurden. Der Import erfolgte offenbar zeitgleich durch J. van Hengel (Firma “Aquarium Westhandel”, Amsterdam) und A. Werner in München. Beide Importeure schickten Exemplare zu Meinken mit der Bitte um Bestimmung. Schon damals war daher der exakte Fundort unklar, was sich in der sehr ungenauen Angabe der Typuslokalität zeigte (in der eigentlichen Erstbeschreibung in der DATZ gibt es gar keine Angaben hierzu, in der etwas später erfolgten wissenschaftlich genaueren Beschreibung in Opuscula Zoologica heißt es “südliches Menam (Thailand)”.


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