Die Crystal Red: eine Zwerggarnele wurde zum Haustier

Die wohl dienstälteste aller Zwerggarnelen im Aquarium hat nach intensiven Studien im Jahr 2014 auch einen wissen­schaftlichen Namen erhalten: Caridina logemanni Klotz & van Rintelen, 2014, be­nannt zu Ehren der Brüder Logemann, be­kannten Garnelenzüchtern.

So sahen Bienengarnelen ursprünglich aus. Photo: Uwe Werner

Wir sind bei Aqualog animalbook natürlich ziemlich stolz, dass wir die ersten waren, die mit Uwe Werners Klassiker “Garnelen, Krebse & Krabben” ein Buch zu dem Thema verlegt haben. Damals, 1998, ahnte noch niemand etwas davon, dass die Zwerggarnelen einmal einen derartigen Boom erleben würden. Immerhin prägte Uwe damals den Namen ”Zwerggarnelen”. Wissenschaftliche Namen waren zunächst kaum zu ermitteln.

Aktueller Aquarienstamm der Biengarnele, Caridina logemanni.

Die Bienengarnele, aus der die ”Crystal Red” schließlich erzüchtet wurde, sah zunächst auch noch recht unspektakulär aus. Man kann, verfolgt man die drei Auflagen von Uwes Buch, sehr schön die Entwicklung der Zwerggarnelenzucht verfolgen, von den noch recht bescheidenen Anfängen (mit Photos von heutzutage historischem Wert) bis hin zur heutigen Hochzucht.

Die Crystal Red ist, wie Uwe Werner schon früh vermutete, eine Zuchtform der Bienen­garnele, heißt also auch Caridina logemanni.

Frank Schäfer

Literatur:

Klotz, W. & T. van Rintelen (2014): To “bee” or not to be – on some ornamental shrimp from Guangdong Province, Southern China and Hong Kong SAR, with descriptions of three new species. Zootaxa 3889 (2): 151-184

Über den Autor Frank Schäfer

Frank Schäfer, geboren 1964, Biologe, seit frühester Jugend Tier- und Pflanzenhalter aus Leidenschaft. Sein besonderes Interesse gilt seit jeher den Fischen, aber Reptilien, Amphibien, Wirbellose, Kleinsäuger und Vögel sowie eine Vielzahl von Pflanzen begeistern ihn ebenso.

Seit 1980 Mitglied im Verein für Aquarien- und Terrarienkunde Hottonia e.V., dort seit 1982 auch immer wieder Vorstandsämter (Gartenwart, Redakteur der Vereinszeitschrift, 1. Schriftführer), seit 1982 Mitglied in der Internationalen Gemeinschaft für Labyrinthfische (IGL), seit 1992 auch im European Anabantoid Club (EAC). Erste Fachartikel über Pflege und Zucht von Puntius vittatus, Macropodus opercularis, Trionyx ferox und Polypterus senegalus in der Hottonia-Post 1981; erste große Fischfangreise in die Tropen 1983 nach Sumatra, worüber anschließend zahlreiche Aufsätze in der Hottonia-Post, der Zeitschrift „Der Makropode“ und „Das Aquarium“ erschienen; von da an regelmäßig Publikationen in vielen aquaristischen Fachzeitschriften, sowohl national wie auch international. Seither außerdem jährlich mehrere Dia-Vorträge auf nationalen und internationalen Tagungen.

Studium der Biologie in Darmstadt von 1984-1989, Abschluss als Diplom-Biologe mit den Prüfungsfächern Zoologie, Botanik, Ökologie und Psychologie. Diplomarbeit bei Prof. Ragnar Kinzelbach zum Thema „Wirtspezifität der Glochidien von Anodonta anatina“.

Zahlreiche Fang-, Sammel- und Studienreisen in das europäische Ausland, die Türkei, Sambia und vor allem Indien; Forschungsschwerpunkt ist die Süßwasserfischfauna des Ganges mit dem Ziel einer kompletten Revision der Arbeit von Francis Hamilton (1822): An account of the fishes found in the river Ganges and its branches. Edinburgh & London. Wissenschaftliche Erstbeschreibung von Oreichthys crenuchoides und gemeinsam mit Ulrich Schliewen von Polypterus mokelembembe. Wissenschaftliche Besuche und kurzzeitige Arbeiten in den zoologischen Sammlungen von London, Paris, Brüssel, Tervueren, Wien, Berlin, Frankfurt und München.

Seit 1996 bis heute Redakteur bei Aqualog und wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Fischbestimmung bei Aquarium Glaser, Rodgau. In dieser Zeit verantwortlich als Autor oder Co-Autor von über 20 Büchern und über 400 größeren Fachartikeln, nicht nur bei Aqualog, sondern bei nahezu allen deutschsprachigen Fachverlagen, vereinzelt auch in internationalen Publikationen. Seit 2009 Betreuung der Homepage und des Newsletters bei Aquarium Glaser mit 3-5 Posts pro Woche. Nach wie vor leidenschaftlicher Tier- und Pflanzenpfleger, quer durch den Gemüsegarten: Aquaristik (Süß- und Seewasser), Terraristik, Teichpflege, Kleinvögel.

Frank Schäfer ist verheiratet und hat zwei Töchter, die 1989 und 1991 geboren wurden.

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