Süßwasser

Astacoides: Süßwasserkrebse aus Madagaskar

Das Vorkommen von Süßwasserkrebsen auf der Insel Madagaskar ist ein zoogeographisches Rätsel. Denn in Afrika fehlen Süßwasserkrebse vollkommen. Auch auf Madagaskar sind die sieben endemisch dort lebenden Arten nur in einem rund 60.000 km2 großen Gebiet im Südosten der Insel in Höhen zwischen 500 und 2.000 m verbreitet. Dieser Teil von Madagaskar ist einer gewaltigen Abholzung und damit einer enormen ökologischen Veränderung unterworfen.


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Clupeocharax schoutedeni – Schwarzwassersalmler aus dem Kongo

Aus dem Lac Mai Ndombe, einem Schwarzwassersee im zentralen Kongobecken, wurde zum erstenmal im Oktober 2009 dieser zarte Salmler importiert. Die Art ist besonders transportempfindlich, weshalb er nur auf speziellen Kundenwunsch hin bestellt wird. Aber auch das geschieht nicht häufig, weil Importe aus dem Kongo besonders kompliziert sind. Es handelt sich bei Clupeocharax schoutedeni also um eine aquaristische Top-Rarität!


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Megalops atlanticus – der Tarpun

Ein Aquarienfisch ist dieser bis zu 2.5 m lange Gigant sicher nicht. Trotzdem werden Aquarium Glaser die wenigen gelegentlich aus Nigeria importierten Exemplare förmlich aus den Händen gerissen!
Es handelt sich nämlich um ein ganz außergewöhnliches Tier. Da ist natür­lich zum einen die gigantische Größe. Bis zu 160 kg Gewicht kann dieser Raubfisch er­reichen! Dann ist er euryhalin, kann also problem­los zwischen Süß- und Meerwasser wech­seln. Und er hat eine Schwimm­blasenatmung, kann also auch in sauer­stoffarmen Gewäs­sern überleben. Der Tarpun ist wahrlich ein Erfolgmodell der Evo­lution und kommt auf beiden Seiten des Atlantiks vor.


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Franky Friday Urlaubsausgabe – Notizen aus Südfrankreich (2)

Zoologen sind – das gebe ich unumwunden zu – manchmal merkwürdig. Ich freue mich, als gestern der Himmel stark bewölkt ist: Schlangenwetter! Die anderen – unsere Strandgängerfraktion – können diesem Wetter wenig abgewinnen. Schlangen kann man zwar im Prinzip immer und überall begegnen, aber die wichtigste Voraussetzung dafür ist, Angst vor ihnen zu haben oder sie zumindest ordentlich zu verabscheuen. Wenn man Schlangen mag und sie gezielt sucht, wissen sie sich exzellent unsichtbar zu machen. Die besten Chancen, Schlangen zu finden, wenn man sie finden will, hat man bei bedecktem Himmel.


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Phenacogaster tegatus

Nur selten wurde und wird dieser etwa 6 cm lang werdende Salmler aus dem südlichen Südamerika (Einzug des Paraguay-Flusses in Argentinien, Brasilien und Paraguay) importiert. Das ist schade, denn die bereits 1911 von Eigenmann unter dem Namen Vesicatrus tegatus – die Gattung Vesicatrus wird derzeit als Synonym zu Phenacogaster gesehen – beschriebene Art weist einige Besonderheiten auf, die die Beobachtung im Aquarium lohnenswert macht.


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Franky Friday Urlaubsausgabe – Notizen aus Südfrankreich (1)

Entlang der Küste der Provence gibt es nicht unbedingt viele Bäche. Zumindest findet man sie nicht so arg leicht. Dort, wo die Navi oder Google Maps Wasser anzeigt, sind oft nur ausgetrocknete Gräben. Ausgeschildert findet man ebenfalls nichts. Also fährt man die Straßen entlang und schaut, was sich ergibt. Findet man dann endlich ein Bächlein, ist es leider meist schwer oder gar nicht zugänglich, man müsste über Stacheldrahtzäune hinweg und „Betreten verboten“-Schilder ignorieren. Doch dann: der Glücksfall!


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Rasbora patrickyapi

Die Schwarzwassergebiete des zentralen Teils von Kalimantan, dem indonesischen Teil der Insel Borneo, bergen noch immer zahlreiche ungehobene Schätze aus dem Reich der Fische. Häufig treten neue, unbekannte Fischarten über den Weg des Zierfischhandels in das Bewusstsein der Ichthyologen. So auch im Falle des schönen Bärblings Rasbora patrickyapi, einer etwa 5 bis 6 cm langen Schwarzwasserart.


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Die Würfelnatter, Natrix tesselata: Deutschlands seltenste Schlange

Wissen Sie, wie viele Schlangenarten in Deutschland natürlich vorkommen? Richtig: es sind fünf Arten, vier ungiftige und eine giftige. Drei dieser Arten sind relativ häufig: die Ringelnatter, die Schlingnatter und die Kreuzotter. Eine Art, die früher sehr selten war, breitet sich aufgrund der Klimaerwärmung in jüngster Zeit aus: die Äskulapnatter. Doch die seltenste unserer einheimischen Schlangen, die Würfelnatter, ist in Deutschland extrem selten und bedroht.


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Die Siamesische Rüsselbarbe und die Gestreifte Saugbarbe. Zwei der besten Algenfresser und die komplizierte Geschichte ihrer wissenschaftlichen Namen

Algen sind in der Aquaristik ein Thema, das ungefähr so erschöpfend zu diskutieren ist wie das Wetter. Immer kann man sich darüber irgendwie auslassen und Wetter hat schließlich jeder. So ist das auch mit den Algen. Die eine oder andere Algenart wächst in jedem Aquarium. Viele Aquarianer stört das und sie suchen Fische, die diese Algen fressen. Mit der Siamesischen Rüsselbarbe und der Gestreiften Saugbarbe – beide kommen aus Thailand zu uns – haben viele Aquarianer gute Erfahrungen gesammelt.


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Chindongo demasoni, ein Zwergbuntbarsch aus dem Malawisee

Die Art Chindongo (früher Pseudotropheus) demasoni gehört mit ihren 6-8 cm Gesamtlänge zu den kleinsten Mbunas, wie man die felsbewohnenden Buntbarscharten aus dem See auch nennt. Viele Pfleger haben die Art als einen der aggressivsten Mbunas überhaupt kennengelernt, dessen Pflege sogar in sehr großen Aquarien auf Dauer wegen der ausgeprägten Aggressivität Probleme bereiten kann.


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Wer kennt die Wildform des Goldfisches?

Für viele Fischliebhaber ist ein Goldfisch ein bunter Fisch, der lebhaft, aber friedlich ist, mit einem einfachen, strom­linienförmigen Körperbau und mit großen, freundlich drein­blickenden Augen. Aber auch der einfache Goldfisch, den jeder kennt, ist bereits etwas anderes als der “echte Goldfisch”, ungeachtet der Tatsache, dass er ihm in Körper- und Flossenform gleicht.


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