Cyprinodon macularius, der Stahlblaue Wüstenkärpfling

Der Wüstenkärpfling (Cyprinodon) aus den USA und Mexiko gehört zu den bewundernswertesten, weil zähesten Fischen überhaupt. Diese Fische leben in der Natur oft in Wüstenbächen oder Quelltöpfen. Sie sind dort ungeheuren Temperaturschwankungen ausgesetzt. Tagsüber kann die Wassertemperatur bis über 40°C ansteigen, nachts bis auf den Gefrierpunkt abfallen. Oft sind die Quellen auch salzhaltig. Und zum Fressen gibt es nichts als Algen. Leider sind trotzdem viele der Wüstenkärpflinge – es gibt bzw. gab 49 Arten, von denen etliche nur in einem einzigen Quelltopf existieren – durch Biotopzerstörung und unüberlegte Aussetzungen fremder Arten schon ausgestorben.

Der Stahlblaue Wüstenkärpfling (Cyprinodon macularius) teilt dieses Schicksal glücklicherweise nicht, er gilt derzeit als nicht akut gefährdet. Wer sich darüber genauer informieren will, dem sei der ausführliche Eintrag auf der Internationalen Roten Liste zu dieser Art empfohlen:

http://dx.doi.org/10.2305/IUCN.UK.2014-3.RLTS.T62209A15364704.en

Machmal könnte man diesen wunderschönen Killi sogar im Zoofachhandel erwerben. Diese Tiere sind dann immer deutsche Nachzuchten. Hierzulande hat es sich bewährt, diesen Fisch im Sommer draußen zu pflegen. Ständig unter gleichförmigen Bedingungen gepflegt, verweichlicht er und wird krankheitsanfällig, der Stress hingegen hält ihn gesund!

Frank Schäfer

Weiteren Lesestoff über Killifische gibt es hier: https://www.animalbook.de/navi.php?qs=killi


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Über den Autor Frank Schäfer

Frank Schäfer, geboren 1964, Biologe, seit frühester Jugend Tier- und Pflanzenhalter aus Leidenschaft. Sein besonderes Interesse gilt seit jeher den Fischen, aber Reptilien, Amphibien, Wirbellose, Kleinsäuger und Vögel sowie eine Vielzahl von Pflanzen begeistern ihn ebenso.

Seit 1980 Mitglied im Verein für Aquarien- und Terrarienkunde Hottonia e.V., dort seit 1982 auch immer wieder Vorstandsämter (Gartenwart, Redakteur der Vereinszeitschrift, 1. Schriftführer), seit 1982 Mitglied in der Internationalen Gemeinschaft für Labyrinthfische (IGL), seit 1992 auch im European Anabantoid Club (EAC). Erste Fachartikel über Pflege und Zucht von Puntius vittatus, Macropodus opercularis, Trionyx ferox und Polypterus senegalus in der Hottonia-Post 1981; erste große Fischfangreise in die Tropen 1983 nach Sumatra, worüber anschließend zahlreiche Aufsätze in der Hottonia-Post, der Zeitschrift „Der Makropode“ und „Das Aquarium“ erschienen; von da an regelmäßig Publikationen in vielen aquaristischen Fachzeitschriften, sowohl national wie auch international. Seither außerdem jährlich mehrere Dia-Vorträge auf nationalen und internationalen Tagungen.

Studium der Biologie in Darmstadt von 1984-1989, Abschluss als Diplom-Biologe mit den Prüfungsfächern Zoologie, Botanik, Ökologie und Psychologie. Diplomarbeit bei Prof. Ragnar Kinzelbach zum Thema „Wirtspezifität der Glochidien von Anodonta anatina“.

Zahlreiche Fang-, Sammel- und Studienreisen in das europäische Ausland, die Türkei, Sambia und vor allem Indien; Forschungsschwerpunkt ist die Süßwasserfischfauna des Ganges mit dem Ziel einer kompletten Revision der Arbeit von Francis Hamilton (1822): An account of the fishes found in the river Ganges and its branches. Edinburgh & London. Wissenschaftliche Erstbeschreibung von Oreichthys crenuchoides und gemeinsam mit Ulrich Schliewen von Polypterus mokelembembe. Wissenschaftliche Besuche und kurzzeitige Arbeiten in den zoologischen Sammlungen von London, Paris, Brüssel, Tervueren, Wien, Berlin, Frankfurt und München.

Seit 1996 bis heute Redakteur bei Aqualog und wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Fischbestimmung bei Aquarium Glaser, Rodgau. In dieser Zeit verantwortlich als Autor oder Co-Autor von über 20 Büchern und über 400 größeren Fachartikeln, nicht nur bei Aqualog, sondern bei nahezu allen deutschsprachigen Fachverlagen, vereinzelt auch in internationalen Publikationen. Seit 2009 Betreuung der Homepage und des Newsletters bei Aquarium Glaser mit 3-5 Posts pro Woche. Nach wie vor leidenschaftlicher Tier- und Pflanzenpfleger, quer durch den Gemüsegarten: Aquaristik (Süß- und Seewasser), Terraristik, Teichpflege, Kleinvögel.

Frank Schäfer ist verheiratet und hat zwei Töchter, die 1989 und 1991 geboren wurden.

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