Die Blaue Tigerameive, Ameiva chaitzami

Etwa 33 Arten umfasst die Gattung Ameiva. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Mittel­amerika, dem nördlichen Südamerika sowie den Antillen, eine Art (A. ameiva) wurde vom Menschen nach Florida verschleppt und hat dort stabile Populationen ausgebildet.

Portrait eines Männchens

Die Blaue Tigerameive (Ameiva chait­zami), von der hier die Rede sein soll, kommt weit verbreitet von Mexiko bis Guatemala vor. Die meisten Importe stam­men aus Nikaragua. Die Photos zeigen Tiere dieser Population. Mit rund 30 cm Gesamt­länge (weit über die Hälfte davon entfällt auf den Schwanz) gehört die Blaue Tigerameive zu den größeren Arten in ihrer Gattung. Männ­chen werden größer als die Weibchen, zudem entwickeln Männchen wulstige Backen, so wie man das auch von vielen euro­pä­ischen Eidechsen, den Lacertiden, her kennt.

Weibchen

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Mit diesen sind Ameiven aber nur weitläufig verwandt. Ameiven ge­hö­ren zu den Teju-Verwandten und die äußerliche Ähnlichkeit zu den in der Neuen Welt fehlenden Lacertiden beruht auf ähnli­cher Lebensweise (Konvergenz). Ameiven sind bezüglich der Nahrungsauf­nahme we­nig wählerisch. Bevorzugt werden kleine Wirbellose gefressen, doch üben die Amei­ven in der Natur einen erheblichen Fraß­druck auf andere, kleinere Echsenarten aus. Manche Exemplare nehmen auch gelegentlich Blüten oder süßes Obst als Futter an.

Im Terrarium, dessen Tagestempe­ra­turen bei etwa 25°C liegen sollte (unter dem Strahler bis 40°C), hält man sie daher einzeln oder paarweise und keinesfallls mit anderen, klei­neren Arten zusammen. Da die Echsen sehr lebhaft sind, sollten mindestens 120 x 60 x 60 cm zur Verfügung stehen.

Frank Schäfer

Über den Autor Frank Schäfer

Frank Schäfer, geboren 1964, Biologe, seit frühester Jugend Tier- und Pflanzenhalter aus Leidenschaft. Sein besonderes Interesse gilt seit jeher den Fischen, aber Reptilien, Amphibien, Wirbellose, Kleinsäuger und Vögel sowie eine Vielzahl von Pflanzen begeistern ihn ebenso.

Seit 1980 Mitglied im Verein für Aquarien- und Terrarienkunde Hottonia e.V., dort seit 1982 auch immer wieder Vorstandsämter (Gartenwart, Redakteur der Vereinszeitschrift, 1. Schriftführer), seit 1982 Mitglied in der Internationalen Gemeinschaft für Labyrinthfische (IGL), seit 1992 auch im European Anabantoid Club (EAC). Erste Fachartikel über Pflege und Zucht von Puntius vittatus, Macropodus opercularis, Trionyx ferox und Polypterus senegalus in der Hottonia-Post 1981; erste große Fischfangreise in die Tropen 1983 nach Sumatra, worüber anschließend zahlreiche Aufsätze in der Hottonia-Post, der Zeitschrift „Der Makropode“ und „Das Aquarium“ erschienen; von da an regelmäßig Publikationen in vielen aquaristischen Fachzeitschriften, sowohl national wie auch international. Seither außerdem jährlich mehrere Dia-Vorträge auf nationalen und internationalen Tagungen.

Studium der Biologie in Darmstadt von 1984-1989, Abschluss als Diplom-Biologe mit den Prüfungsfächern Zoologie, Botanik, Ökologie und Psychologie. Diplomarbeit bei Prof. Ragnar Kinzelbach zum Thema „Wirtspezifität der Glochidien von Anodonta anatina“.

Zahlreiche Fang-, Sammel- und Studienreisen in das europäische Ausland, die Türkei, Sambia und vor allem Indien; Forschungsschwerpunkt ist die Süßwasserfischfauna des Ganges mit dem Ziel einer kompletten Revision der Arbeit von Francis Hamilton (1822): An account of the fishes found in the river Ganges and its branches. Edinburgh & London. Wissenschaftliche Erstbeschreibung von Oreichthys crenuchoides und gemeinsam mit Ulrich Schliewen von Polypterus mokelembembe. Wissenschaftliche Besuche und kurzzeitige Arbeiten in den zoologischen Sammlungen von London, Paris, Brüssel, Tervueren, Wien, Berlin, Frankfurt und München.

Seit 1996 bis heute Redakteur bei Aqualog und wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Fischbestimmung bei Aquarium Glaser, Rodgau. In dieser Zeit verantwortlich als Autor oder Co-Autor von über 20 Büchern und über 400 größeren Fachartikeln, nicht nur bei Aqualog, sondern bei nahezu allen deutschsprachigen Fachverlagen, vereinzelt auch in internationalen Publikationen. Seit 2009 Betreuung der Homepage und des Newsletters bei Aquarium Glaser mit 3-5 Posts pro Woche. Nach wie vor leidenschaftlicher Tier- und Pflanzenpfleger, quer durch den Gemüsegarten: Aquaristik (Süß- und Seewasser), Terraristik, Teichpflege, Kleinvögel.

Frank Schäfer ist verheiratet und hat zwei Töchter, die 1989 und 1991 geboren wurden.

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