Meerwasserraritäten auf der Interzoo 2018

In der vergangenen Woche fand in Nürnberg die alle zwei Jahre stattfindende internationale Heimtierfachmesse Interzoo statt. Es handelt sich um eine reine Fachmesse, zu der Privatpersonen keinen Zutritt haben.

Wie schon in den vergangenen Jahren war festzustellen, dass das lebende Tier nicht im Mittelpunkt des Interesses des Fachhandels steht, sondern fast ausschließlich technisches Zubehör, Futtermittel oder optische Hilfsmittel.

Ob und wann wieder ein Umdenken bei den Großhändlern und Herstellern stattfinden wird und auch auf dieser Messe wieder Raritäten und Neuheiten bei Tieren vorgestellt werden, die sich gut für die Pflege und Zucht im häuslichen Umfeld eignen, bleibt eine offene Frage. Für mich als Tiermenschen ist es jedenfalls nicht so, dass ich mir ein Aquarium, ein Terrarium oder einen Vogelkäfig ins Haus hole, um technische Spielereien auszuprobieren, sondern um interessante und schöne Tiere darin zu pflegen und zu züchten.

Dass es auch anders geht zeigt nun schon seit vielen Jahren De Jong Marinelife aus Holland, die übrigens in diesem Jahr 60-jähriges Betriebsjubiläum feiern (siehe http://www.dejongmarinelife.nl). Das Schauaquarium, das sie auf der Interzoo 2018 ausstellten, war wieder einmal eine Fundgrube außergewöhnlich rarer, schöner und dabei in perfekter Kondition befindlicher Meerestiere – ein echter Grund ernsthaft darüber nachzudenken, sich ein solches Aquarium auch zuhause aufzustellen!

Hier eine Galerie einiger der von De Jong ausgestellten und auf der Interzoo fotografierten Fische:

Frank Schäfer

Über den Autor Frank Schäfer

Frank Schäfer, geboren 1964, Biologe, seit frühester Jugend Tier- und Pflanzenhalter aus Leidenschaft. Sein besonderes Interesse gilt seit jeher den Fischen, aber Reptilien, Amphibien, Wirbellose, Kleinsäuger und Vögel sowie eine Vielzahl von Pflanzen begeistern ihn ebenso.

Seit 1980 Mitglied im Verein für Aquarien- und Terrarienkunde Hottonia e.V., dort seit 1982 auch immer wieder Vorstandsämter (Gartenwart, Redakteur der Vereinszeitschrift, 1. Schriftführer), seit 1982 Mitglied in der Internationalen Gemeinschaft für Labyrinthfische (IGL), seit 1992 auch im European Anabantoid Club (EAC). Erste Fachartikel über Pflege und Zucht von Puntius vittatus, Macropodus opercularis, Trionyx ferox und Polypterus senegalus in der Hottonia-Post 1981; erste große Fischfangreise in die Tropen 1983 nach Sumatra, worüber anschließend zahlreiche Aufsätze in der Hottonia-Post, der Zeitschrift „Der Makropode“ und „Das Aquarium“ erschienen; von da an regelmäßig Publikationen in vielen aquaristischen Fachzeitschriften, sowohl national wie auch international. Seither außerdem jährlich mehrere Dia-Vorträge auf nationalen und internationalen Tagungen.

Studium der Biologie in Darmstadt von 1984-1989, Abschluss als Diplom-Biologe mit den Prüfungsfächern Zoologie, Botanik, Ökologie und Psychologie. Diplomarbeit bei Prof. Ragnar Kinzelbach zum Thema „Wirtspezifität der Glochidien von Anodonta anatina“.

Zahlreiche Fang-, Sammel- und Studienreisen in das europäische Ausland, die Türkei, Sambia und vor allem Indien; Forschungsschwerpunkt ist die Süßwasserfischfauna des Ganges mit dem Ziel einer kompletten Revision der Arbeit von Francis Hamilton (1822): An account of the fishes found in the river Ganges and its branches. Edinburgh & London. Wissenschaftliche Erstbeschreibung von Oreichthys crenuchoides und gemeinsam mit Ulrich Schliewen von Polypterus mokelembembe. Wissenschaftliche Besuche und kurzzeitige Arbeiten in den zoologischen Sammlungen von London, Paris, Brüssel, Tervueren, Wien, Berlin, Frankfurt und München.

Seit 1996 bis heute Redakteur bei Aqualog und wissenschaftlicher Mitarbeiter zur Fischbestimmung bei Aquarium Glaser, Rodgau. In dieser Zeit verantwortlich als Autor oder Co-Autor von über 20 Büchern und über 400 größeren Fachartikeln, nicht nur bei Aqualog, sondern bei nahezu allen deutschsprachigen Fachverlagen, vereinzelt auch in internationalen Publikationen. Seit 2009 Betreuung der Homepage und des Newsletters bei Aquarium Glaser mit 3-5 Posts pro Woche. Nach wie vor leidenschaftlicher Tier- und Pflanzenpfleger, quer durch den Gemüsegarten: Aquaristik (Süß- und Seewasser), Terraristik, Teichpflege, Kleinvögel.

Frank Schäfer ist verheiratet und hat zwei Töchter, die 1989 und 1991 geboren wurden.

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