Top-Importe Januar 2016

Platz 1 – Chalinochromis brichardi

Chalinochromis brichardi

Nur sehr, sehr selten ist dieser hübsche Cichlide aus dem Tanganjikasee im Handel. Das ist nicht recht verständlich, denn die Fische sind trotz ihrer schlichten Färbung auffällige Tiere. Die Pflege und Zucht entspricht der der eng verwandten Julidochromis-Arten. Die Maximallänge von Chalinochromis brichardi beträgt etwa 12 cm.


Platz 2 – Oxyeleotris marmorata

Die meisten Grundeln leben im Meer und die meisten Grundeln bleiben klein, gewöhnlich deutlich unter 10 cm. Ein Ausnahme in vielerlei Hinsicht ist darum Oxyeleotris marmorata, die Marmor-Schläfergrundel. Sie ist ein Riese unter den Grundeln und erreicht bis zu 50 cm Gesamtlänge. Außerdem lebt sie normalerweise in reinem Süßwasser, nur manchmal dringt sie in Brackwasser vor.

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Oxyeleotris marmorata ist ein Raubfisch, wie ein Blick in das Maul sofort offenbart. Sie kann Fische von bis zur halben Länge ihrer eigenen Körpergröße verschlingen. Im Aquarium wird sie schnell zahm und gewöhnt sie sich auch schnell an eine Fütterung von der Pinzette. Jungtiere kann man auch mit Regenwürmern und Frostfutter ernähren.

Die Marmor-Schläfergrundel ist ein ruhiger Fisch, der nicht schwimmt, wenn es nicht unbedingt nötig ist. Darum braucht sie – natürlich nur im Verhältnis zur Körpergröße gesehen – keine riesigen Aquarien. Ab 200 Liter pro Tier kann man sie bereits gut pflegen. Allerdings hält man sie besser einzeln, da Artgenossen sehr unangenehm zueinander sein können.

Oxyeleotris marmorata ist ein Höhlenlaicher, die Eizahl geht in die zehntausende, da die Eier nur winzig sind. Über eine erfolgreiche Zucht im Aquarium ist noch nicht berichtet worden, sie wurde aber wohl auch noch nicht versucht, denn die Tiere sind in ganz Südostasien weit verbreitet und ausgesprochen häufig.

Wir haben jetzt wieder einmal die ansprechend gezeichneten Jungtiere erhalten, so dass sich Raubfischfans unter den Aquarianern an dieser ungewöhnlichen Grundel probieren können.


Platz 3 – Polypterus retropinnis

Nach langer Zeit gelang uns wieder einmal der Import einer der kleinsten aller Flösselhecht-Arten, Polypterus retropinnis aus dem Kongo. Dieser Flösselhecht wurde sehr lange für eine unbeschriebene Art gehalten, da man den tatsächlich noch unbeschrieben Polypterus mokelembe als P. retropinnis fehlbestimmt hatte.

Übrigens: auch den raren P. mokelembembe (siehe http://www.aquariumglaser.de/de/polypterus-mokelembembe_de_1218.html) haben wir gerade wieder im Stock.

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Polypterus retropinnis wird „nur“ etwa 30-40 cm lang, ist dabei aber sehr schlank. Die friedliche Art eignet sich gut für Gesellschaftsaquarien mit anderen großen, friedlichen Fischen.


Platz 4 – Tatia musaica

Tatia-Arten sind nachtaktiv; da sie sich während der Eingewöhnung oft auch tagsüber versteckt halten, muss man aufpassen, dass sie genug Futter bekommen. Eingewöhnte Tiere erscheinen aber auch tagsüber zur Fütterung.


Platz 5 – Paludomus loricatus

Zu den ungewöhnlichsten Süßwasserschnecken gehört die schwarze, genoppte Vielaugenschnecke aus Sri Lanka. Da die Augen bei dieser Schnecke leuchtend orangerot gefärbt sind, wirken sie außerordentlich attraktiv, hinzu kommen ebenso gefärbte Falten am Mantelrand.

Über die Biologie von P. loricatus informiert Starmühlner (Starmühlner, F. (1974): The freshwater gastropods of Ceylon. Bull. Fish. Res. Stn. Sri Lanka, 25, 97-181). Demnach sind Paludomus loricatus Bewohner sehr sauberer, klarer, rasch fließender Bäche im höheren Urgesteins-Bergland von Südwest-Sri Lanka in Höhen zwischen 60 und 700 m über dem Meeresspiegel. Am liebsten sitzen die Schnecken nahe der Wasseroberfläche an Steinen und Felsen in Strömungsgeschwindigkeiten 30 und 100 cm/s, jedoch findet man sie sogar manchmal außerhalb des Wassers. Das Wasser ist sehr weich (0,5-1,2° dGH), der pH liegt zwischen 5,5 und 7,1. Die Wassertemperatur liegt zwischen 18 und 27,3°C. Die Schnecken fressen Aufwuchs und Detritus. Man nimmt an, dass sie, wie alle Arten der Gattung Paludomus, ovovivipar sind, also lebende Junge auf die Welt bringen.



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