Lebendfutter für Fische

Ab sofort bekommen Sie frisches, portionsgerechtes Lebendfutter und amtra clean Procult ganz unkompliziert nach Hause geliefert; entweder einmalig und unverbindlich oder im unkomplizierten Abonnement – Jetzt beim Aqualog Lebendfutterservice!

Lebendfutter ist für Aquarienfische ohne jeden Zweifel eines der besten Futter überhaupt. Die erfolgreiche Haltung einiger Arten ist ohne Lebendfutter gar nicht möglich, andere benötigen es zur Eingewöhnung – doch alle Fische lieben es! Daher bietet Aqualog in Kooperation mit amtra ab sofort einen Lebendfutter- und procult-Versandservice für alle Aquarianer (in Deutschland) an!

Beim Lebendfutter geht es keineswegs nur um die Inhaltstoffe. Ein ausgewogenes Flockenfutter, sorgfältig hergestelltes Frostfutter, gefriergetrocknete und sonstige Zierfischfuttermittel halten durchaus, was sie versprechen und garantieren gesunde Fische. Aber bei der Nachzucht liegen die Dinge etwas anders. So mancher Fisch mag ohne Lebendfuttergaben nicht recht ablaichen. Und schließlich bedeutet Lebendfutter für unsere Aquarienfische eine echte Abwechslung im gelegentlich etwas langweiligen Fischalltag. Das Lebendfutter weckt den Jagdinstinkt und bereichert so das Leben der Fische in menschlicher Obhut. In der Fachsprache der Wildtierhalter heißt das “Environmental Enrichment” und meint nichts anderes.

Manche Korallenfische verweigern hartnäckig die Aufnahme ihnen unbekannter Futtersorten. Mit Lebendfutter lässt sich der Hungerstreik noch am ehesten brechen. Das Foto zeigt Chaetodon mitratus.

Beschaffung von Lebendfutter
In früheren Zeiten gab es zwei Möglichkeiten, an Lebendfutter zu kommen: das Tümpeln und den lokalen Zoofachhändler. Der allwöchentliche Tümpelausflug war ein fester Programmpunkt im Leben eines anständigen Aquarianers und wo immer das möglich ist, sollte man ihn auch heutzutage noch wahrnehmen. Aber leider geht das kaum noch. Zu gesetzlichen Einschränkungen kommt der Zeitmangel. Für viele Aquarianer besteht auch keine Möglichkeit, das gefangene Futter über die Woche hinweg zu hältern. Der lokale Zoofachhändler ging in früheren Tagen ganz selbstverständlich mit den anderen Aquarianern tümpeln. Bloß verfütterte er seine Fänge nicht vollständig, sondern bot sie jenen zum Verkauf feil, die aus irgendwelchen Gründen selbst nicht tümpeln gehen wollten oder konnten. Doch auch diese Zeiten sind längst vorbei. Heute stammt das im Zoofachhandel angebotene Lebendfutter aus kontrollierten Beständen. Die beim Aqualog Lebendfutterservice angeboteten Sorten von amtra sind allesamt europäischen Ursprungs und können – mit Ausnahme der Wasserflöhe, bei denen es saisonbedingt gelegentlich Lieferengpässe geben kann, ganzjährig in Top-Qualität geliefert werden. Und die Hälterungsfrage ist heutzutage auch kein Problem mehr, denn die hygienisch in Plastiktütchen eingeschweißten Futterorganismen können bis zu 14 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.


Die Sorten

1. Weiße Mückenlarven
Weiße Mückenlarven sind – zoologisch gesehen – Larven von Büschelmücken (Chaoboridae).Ganz wichtig: sollte einmal eine Larve der Aufmerksamkeit der Fische entgehen und zur Entwicklung kommen, passiert dem Aquarianer und seiner Familie nichts, denn die Mücken stechen nicht und saugen kein Blut! Unter Aquarianern sind die Weißen Mückenlarven auch als “Glasstäbchen” bekannt. Es handelt sich um ein ausgezeichnetes Lebendfutter. Man muss allerdings wissen, dass die Weißen Mückenlarven kleine Raubtiere sind, weshalb man sicherheitshalber keine Fische unter 2 cm Gesamtlänge damit füttern sollte. Größere Fische werden niemals von Weißen Mückenlarven angegriffen oder in sonstiger Weise geschädigt. Weiße Mückenlarven sind ein perfektes Futter, um bei Barben, Salmlern, Labyrinthfischen und Buntbarschen eine Laichreife herbeizuführen.

2. Rote Mückenlarven “Jumbo”
Auch von den Mücken, die sich aus Roten Mückenlarven entwickeln – es handelt sich um Zuckmücken (Chironomidae) – geht keinerlei Bedrohung für den Menschen aus, denn auch diese Mücken stechen nicht und saugen kein Blut. Zuckmücken sind sehr artenreich, es gibt weltweit mehr als 5.000 Arten, mehr als 570 Arten sind aus Deutschland bekannt. Diese Mückenlarven stellen in der Natur eine der wichtigsten Nahrungsgrundlagen der wildlebenden Fische dar. Weil Zuckmücken ökologisch sehr anpassungsfähig sind, gibt es praktisch keinen aquatischen Lebensraum, in dem sie nicht vorkämen. Lediglich im offenen Meer fehlen sie, doch gibt es Arten, die in Ebbetümpeln ihr Auskommen finden. Die großen “Jumbo”-Mückenlarven stellen einen exzellenten Leckerbissen für größere Fische (etwa ab 5 cm Gesamtlänge) dar. Sie ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenteilchen (Mulm) und Bakterien, eine irgendwie geartete Gefährdung für Aquarientiere geht von ihnen nicht aus.
Rote Mückenlarven leben nicht, wie die Weißen Mückenlarven, freischwimmend, sondern am und im Boden, wo sie sich eine Art Wohnröhre bauen. Daher eignen sich Rote Mückenlarven auch besonders gut als Futter für bodenbewohnende Fische. Die tiefrote Körperfarbe und die zuckende Schwimmweise der Roten Mückenlaren sind äußerst stimulierend für Fische. Daher eignen sich diese Mückenlarven auch besonders gut für schlecht fressende Fische als Päppelfutter. Ihre filtrierende Lebensweise macht es zudem möglich, sie mit wasserlöslichen Medikamenten anzureichern, die (etwa bei Parasitenbefall des Darmes) in den Fisch gebracht werden müssen, um zu wirken. Kurz und gut – Rote Mückenlarven sind ein ideales Fischfutter.

3. Wasserflöhe
Wasserflöhe (Daphniidae) gehören nicht zu den Flöhen. Flöhe sind Insekten und leben als erwachsene Tiere von Blut. Wasserflöhe gehören zu den Krebstieren und ernähren sich zeitlebens filtrierend von Mikroorganismen. Also auch bei diesen Futtertieren braucht selbst der empfindlichste Mensch im Haushalt keinerlei Bedenken zu haben. Wasserflöhe leben im Plankton des Süßwassers in stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Als Filtrierer ernähren sie sich von Mikroalgen, Bakterien etc. Biologisch sind es sehr interessante Tiere. Den größten Teil des Jahres bekommen sie lebende Jungtiere, die parthenogenetisch, also durch Jungfernzeugung, entstehen. Diese Jungen sind genetisch mit der Mutter völlig identisch, also so genannte Klone. Erst wenn die Tage kürzer werden oder wenn das Wohngewässer auszutrocknen droht, erscheinen Männchen. Sie entstehen aus befruchteten Eiern und befruchten nun ihrerseits die Weibchen, die daraufhin recht große Dauereier produzieren. Diese Dauereier sind sehr widerstandsfähig und können völliges Austrocknen ebenso ertragen, wie ein Einfrieren. Da die Dauereier sehr leicht sind, können sie auch vom Wind verweht werden und so besiedeln Wasserföhe manchmal selbst winzige Gewässer, wie Pfützen von Feldwegen etc.
Als Futtertiere sind Wasserflöhe besonders gut geeignet, weil sie durch ihre zuckendhüpfende Schwimmweise sehr die Aufmerksamkeit der Fische erregen. Der Nährwert der Wasserflöhe ist eher gering. Sie stellen dennoch ein wichtiges Nahrungsmittel dar, da sie zum einen sehr ballaststoffreich sind und zum anderen auch vorwiegend fleischfressende Fischarten so zu ihrem Gemüse kommen. Da Wasserflöhe, wie schon gesagt, Mikroalgen aus dem Wasser filtern, ist ihr Darm immer schon voll mit diesem vitaminreichen Nahrungsergänzungsmittel. Wasserflöhe sind sehr empfindlich gegenüber Giftstoffen im Wasser. Früher war der “Wasserflohtest” ein anerkanntes Verfahren in der Toxikologie (der Lehre von den Giften). So eignen sich Wasserflöhe auch sehr gut, um zu testen, ob ein Aquarium, das z.B. mit einem aggressiven Medikament behandelt wurde, wieder mit empfindlichen Fischen besetzt werden kann, oder ob noch Reste des Medikaments vorhanden sind.

4. Tubifex
Lange Zeit war Tubifex das einzige Lebendfutter überhaupt, das immer im Zoofachhandel erhältlich war. Tubifex oder Schlammröhrenwürmer (Naididae) sind Ringelwürmer, also entfernte Verwandte des Regenwurmes. Tubifex leben im Boden von Gewässern, wo sie sich aus Schlamm und Hautsekret eine Röhre bauen (der Name Tubifex leitet sich von den lateinischen Worten für “Röhre” und “machen” ab). Hier ernähren sie sich von toten, zerfallenen organischen Stoffen. Die rote Farbe der Tubifex-Würmchen kommt von Hämoglobin, also dem gleichen Blutfarbstoff, den auch wir Menschen zur Sauerstoffbindung haben. Da Hämoglobin sehr effektiv Sauerstoff bindet, der Sauerstoffbedarf der Tubifex aber sehr gering ist, kommen die Würmchen oft massenhaft in sauerstoffarmen Abwässern vor, die stark organisch belastet sind. Es ist deshalb wichtig, Tubifex aus kontrollierten Beständen zu beziehen, sonst besteht die Gefahr, Giftstoffe mit in das Aquarium zu bringen. Die Gefahr durch einen von Tubifex übertragenen Parasiten (Myxobolus), der bei uns vor allem nordamerikanische Forellen-Arten (Regenbogenforelle, Saibling etc.) schädigt, ist in der aquaristischen Praxis völlig bedeutungslos. Fische lieben Tubifex! Es gibt kaum eine Fischart, die man mit Tubifex nicht zur Nahrungsaufnahme bringen könnte. Aber Tubifex sind für viele Fische ungefähr so gesund wie Schokolade für Kinder. Man sollte also Tubifex stets nur in kleinen Mengen, als Leckerbissen reichen. Die Würmer sind nämlich sehr fett. Bei zu reichlichen Tubifex-Gaben verfetten die Fische, werden dadurch krankheitsanfällig und sterben schließlich. Schuld daran sind aber nicht die Tubifex, sondern die Aquarianer.
Niemals darf man Tubifex jedoch an spezialisierte Aufwuchsfresser unter den Buntbarschen verfüttern (z.B.Tropheus, die Mehrzahl der Mbunas aus dem Malawisee etc.), diese werden durch die reichhaltige Kost unweigerlich in kürzester Zeit schwer krank. Unverzichtbar sind Tubifex hingegen für Welsliebhaber. Eine effektive Zucht von Panzerwelsen ist ohne Tubifex schlicht nicht möglich.
Gerade bei Tubifex ist die Packungsgröße für den Aquarianer, der nur ein oder ganz wenige Aquarien betreibt, ideal, denn so wird ein Überfüttern mit Tubifex kaum möglich. Nicht gefressene Tubifex verziehen sich übrigens in den Boden und leben dort wie in der Natur. Zuviel Tubifex im Boden sind schädlich, weil sie eine nicht unerhebliche Biomasse darstellen, die den Sauerstoffgehalt im Aquarienwasser erheblich mindern können. Stellt man fest, dass sich eine Kolonie Tubifex im Boden des Aquariums gebildet hat, genügt es, so lange nicht zu füttern, bis die Fische die Dinge wieder ins Lot gebracht haben.

5. Artemia
Das Salzkrebschen Artemia salina kommt weltweit in salzhaltigen Binnengewässern vor. In der Natur ernähren sich vor allem die Millionen von Flamingos von Artemia, da Fische in den sehr salzigen Gewässern nicht überleben können. Aber diese “Urzeitkrebschen” stellen eines der wichtigsten Futtertiere in der Aquakultur von Speisefischen dar und sind auch aus der Aquaristik nicht wegzudenken, da die aus den Dauereiern leicht zu erbrütenden Larven (Nauplien genannt) unverzichtbar bei der Aufzucht von Jungfischen sind. In der Biologie sind Artemia den Wasserflöhen nicht unähnlich. Auch sie vermehren sich teils parthenogenetisch, teils sexuell und sie produzieren unbegrenzt lagerfähige Dauereier. Ebenso sind Artemia, genau wie Wasserflöhe, Filtrierer. Im Gegensatz zu Wasserflöhen sind Artemia allerdings sehr nahrhafte Tiere und besonders reich an den berühmten mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Artemia sind bei Fischen heißbegehrte Leckerbissen und das einzige jederzeit verfügbare Lebendfutter für Seewasserfische. Selbst sehr heikle Fresser, wie manche Schmetterlingsfische, werden bei der Gabe von lebenden Artemia schwach und brechen ihren Hungerstreik.
Im Süßwasser leben Artemia einige Stunden. Sie eignen sich hier besonders für die Ernährung sehr krankheitsanfälliger Fische, denn Artemia sind aufgrund der Tatsache, dass sie in Salzwasser gezüchtet werden, frei von Krankheitserregern irgendwelcher Art. amtra bietet Artemia in zwei Größen an, als Nauplien für kleine Fische und als erwachsene Salzkrebschen.

Die Futtersorten Weiße und Rote Mückenlarven, Wasserflöhe und Tubifex können selbstverständlich auch im Seewasser gereicht werden, Wasserflöhe sterben allerdings im Salzwasser sehr schnell ab (binnen weniger Minuten).

Weitere Sorten die aktuell in unserem Aqualog-Lebendfutterservice angeboten werden können sind Mysis, Copepoden (Ruderfußkrebse) und Futtergarnelen.

Als weiteres Highlight des Lebendfutterservices bieten wir auch das beliebte amtra clean procult in 50ml (12er-Pack) sowie procult POND in 250ml (6er-Pack) an. 

clean procult – Das sind Lebend-Impfkulturen für ein gesundes Aquarium.
Milliarden von hochspezialisierten, schadstoffabbauenden Bakterien und das speziell entwickelte Mineralgranulat (Mk-19 Sediment) sorgen für weniger Algen, kristallklares Wasser und gesündere Fische durch eine biologische Grundreinigung. Organische und anorganische Schadstoffe werden sicher gebunden mit einem positiven Effekt auf die gesamte Biologie des Aquariums.

Über den Autor Aqualog Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.